Podiums- und Forumsdiskussion „Brain gain statt brain drain – internationale Fachkräfte in Berlin“ am 24. Februar

„Wir müssen bessere Wege finden“ – Internationale Fachkräfte in Berlin halten

Letzte Woche hatten wir im Rahmen des RINWA-Projekts FAIR – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von Arbeit und Leben gGmbH – die Gelegenheit, bei der Podiums- und Forumsdiskussion „Brain gain statt Brain drain“ dabei zu sein. Organisiert von der Stiftung Zukunft Berlin und der Initiative Weltberliner, hat die Veranstaltung eine Frage in den Mittelpunkt gerückt, die uns in unserem Projekt täglich begleitet: Wie gelingt es Berlin wirklich, internationale Fachkräfte nicht nur anzuziehen – sondern auch zu halten?

Die Antwort darauf ist unbequemer als man hofft. Berlin gilt als weltoffene, internationale Stadt – und das zu Recht. Doch zwischen diesem Selbstbild und der gelebten Realität vieler Fachkräfte klafft nach wie vor eine Lücke. Christophe Knoch von der Stiftung Zukunft Berlin brachte es auf den Punkt: Wir profitieren enorm von den Menschen, die hierher kommen – fachlich, kulturell, gesellschaftlich. Aber sind wir wirklich in der Lage, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden?

Was die Diskussion deutlich gemacht hat: Ein attraktiver Job reicht nicht. Es braucht funktionierende Behörden, eine echte Willkommenskultur und Unterstützungsangebote, die tatsächlich greifen. Genau das wurde in den zwei Panels aus ganz verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet – von Menschen aus Politik und Verwaltung, aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Diese Mischung hat den Gesprächen eine Tiefe gegeben, die reine Fachkonferenzen selten erreichen.

Besonders gut: Die Ergebnisse sollen nicht in einer Schublade landen. Sie werden dokumentiert und gezielt an Entscheidungsträger auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene weitergegeben – mit dem Ziel, aus dem Austausch konkrete Maßnahmen zu machen.

Für uns im Projekt FAIR war der Tag mehr als Netzwerken. Wir haben Impulse mitgenommen, Perspektiven geschärft und gespürt, dass die Fragen, mit denen wir arbeiten, längst keine Nischenthemen mehr sind. Brain gain passiert nicht von selbst. Er braucht koordinierte Anstrengungen – und den ernsthaften Willen, es besser zu machen.

„Wir müssen bessere Wege finden“

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